Sektion Wortschatz- und Grammatiklernen
Wortschatz- und Grammatiklernen: kommunikativ und für kommunikative Zwecke
Sektionsleitung: Prof. Erwin Tschirner (Leipzig), Bianca Barucki (Quito)
Wortschatz- und Grammatiklernen wird immer wieder in Frage gestellt und doch gehört es zum wesentlichen Grundgerüst fremdsprachlicher Handlungskompetenz. So stellt sich nicht die Frage, ob Grammatik und Wortschatz gelernt werden sollen, sondern welcher Wortschatz und welche Grammatik für welche Zwecke auf welchem Niveau sowie und ebenso wichtig: wie Wortschatz und Grammatik gelernt werden müssen, damit sie die Handlungskompetenz der Lerner erweitern. Handlungskompetenz soll in dieser Sektion auch nicht einseitig als produktive Handlungskompetenz gesehen werden, sondern auch das Lese- und Hörverständnis miteinschließen, die Kompetenz, Lese- und Hörtexte aktiv und zielorientiert zu verstehen.
Diese Sektion möchte sich aus linguistischer und methodisch-didaktischer Perspektive mit dem Wortschatz- und Grammatikunterricht für unterschiedliche Zielgruppen (Kinder, Jugendliche, Erwachsene; Anfänger, Fortgeschrittene; Deutsch für den Beruf, für die Schule, für das Studium) und unterschiedliche Fertigkeiten (Sprechen, Hören, Lesen, Schreiben, Sprachmitteln) beschäftigen. Vordergrund ist die Beschäftigung mit der Sprache. Linguistische Fragestellungen könnten dabei lauten: welcher Wortschatz, welche Grammatik für welche Lerner auf welchen Sprachstufen unter welchen kontrastiven Gesichtspunkten (Deutsch-Spanisch, welche Rollen spielen indigene Sprachen)? Im methodisch-didaktischen Bereich sind insbesondere Beiträge willkommen, die sich innovativ mit Lehr- und Lerntraditionen sowie mit sprachkontrastiven Aspekten beschäftigen. Mögliche Ausgangspunkte für beide Perspektiven könnten der Gemeinsame europäische Referenzrahmen darstellen, häufigkeitsbasierte, textsortenorientierte, korpuslinguistische Untersuchungen, sprachkontrastive Überlegungen sowie Studien zum Fremdsprachenerwerb.


















