Workshop Hörbücher
Zur Arbeit mit Hörbüchern. Ein "Grenzgänger" wird (neu) entdeckt
Referentin: Dr. Carmen Schier (Deutschland)
Globalisierung und wachsender technischer Fortschritt bleiben nicht ohne Einfluss auf die Vermittlung von Sprache und Kultur. Ein Medium, das literarische Hörbuch, erfährt in diesem Zusammenhang eine Art Renaissance beim Publikum. Sein Erfolg verstärkt zunehmend auch die wissenschaftliche Aufmerksamkeit. Hörtexte im Fremdsprachenunterricht haben bereits eine relativ lange Tradition. Die Arbeit mit literarischen Hörbüchern hingegen, wo aus dem Hin-Hören ein Zuhören wird und neben der Komponente der Sinnkonstitution auch der ästhetische Genuss hinzu kommt, zieht erst seit einiger Zeit auch didaktisches Interesse auf sich und wird als literarisches, mediales und sprechkünstlerisches Phänomen in der Fremdsprachendidaktik gerade erst entdeckt.
In den zwei zusammenhängenden Workshops sollen zunächst gemeinsame Lernziele erarbeitet werden, die durch die Arbeit mit literarischen Hörbüchern erreicht werden können. Anhand konkreter Beispiele wird gezeigt, wie literarische Hörbücher mit dem Ziel der Förderung von Wahrnehmungskompetenzen und Teilkompetenzen wie Sprechen und Schreiben bearbeitet werden können. Darüber hinaus wird ein weltweit kostenlos zugängliches Projekt des Herder-Institutes (der Universität Leipzig) mit dem Buchfunkverlag vorgestellt, das Lehrer motivieren und unterstützen soll, mit diesem Medium zu arbeiten. Schließlich erfolgt in Gruppen die Didaktisierung konkreter Hörbuchausschnitte für verschiedene Lerner auf unterschiedlichen Niveaustufen.


















